Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) der SPD Nürnberg

Resümee - Erster frauen- und familienpolitischer Frühschoppen der AsF Nürnberg mit Gabriela Heinrich, MdB„Viel geschafft – noch viel zu tun – die SPD hat gleichstellungspolitische Forderungen auch zukünftig ganz oben auf der Agenda“

  • von  Cornelia Spachtholz
    04.07.2017
  • Beiträge

Bei einem Glas Sekt und Orange, begrüßte die Vorsitzende der AsF der SPD Nürnberg, Cornelia Spachtholz, die Gäste des ersten frauen- und familienpolitischen Frühschoppens der AsF Nürnberg und den Ehrengast Gabriela Heinrich, MdB und stellv. Mitglied der Arbeitsgruppe Familien, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion. 

In ihrem Impulsreferat zeigte Gabriela Heinrich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in unserer Gesellschaft anhand von Zahlen, Daten und Fakten sehr eindringlich auf. Noch immer engagieren sich Frauen im Vergleich zu Männern mehr in der schlecht– oder gar nicht bezahlten Sorgearbeit (Gender Care Gap). Auch bei der Bezahlung äußert sich der Geschlechterunterschied derart, dass Frauen durchschnittlich ca. 21 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer erhalten (Gender Pay Gap). Und da die Rente ein Spiegel der Erwerbsleistung anstelle der Lebensleistung ist, führen die Geschlechtsunterschiede bei der Rente zu weit über 50 Prozent. Frauen erhalten nicht einmal halb so viel Rente wie Männer (Gender Pension Gap). Gabriela Heinrich, MdB,  legte den Teilnehmerinnen ausführlich dar, was die SPD in Sachen Gleichstellung in der noch laufenden Legislaturperiode alles bereits bewegt hat, so z.B. die Investitionen in neue Kita-Plätze, den Ausbau von Elterngeld zu ElterngeldPlus, das Entgeltgleichheitsgesetz sowie die Frauenquote.

„Wir Frauen fordern eine gute Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur, höhere Qualitätsstandards in Bildung mit wichtigen weiteren Inhalten der Lehrpläne und eine andere Qualifikation der Lehrkräfte. Wir brauchen eine Arbeitswelt, die atmende Lebensverläufe anerkennt, uns Karrierewege auch in Teilzeit ermöglicht und keine Lohn – und Gehaltsdiskriminierung zulässt. Gleichzeitig muss aber auch geprüft werden, inwiefern auch die aktive Mutterschaft als Lebensleistung anders als bisher im Rentensystem berücksichtigt werden kann.“ fasst Cornelia Spachtholz die Anliegen der anwesenden Frauen zusammen und fordert: „Wir brauchen Vorbilder – in unseren Familien, in der Politik, in der Wirtschaft sowie in unserer gesamten Gesellschaft. Wir brauchen eine Kinderwillkommenskultur, die auf allen Ebenen spürbar ist. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist nicht verhandelbar, sondern endlich umzusetzen!“

Gabriela Heinrich, MdB, macht deutlich was die SPD sich zum Thema Gleichstellung für den Bundestagswahlkampf weiterhin auf die Fahnen geschrieben hat: „Der Ausbau der Kita-Plätze sowie Ganztagsschulen, die Ausdehnung des Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz auf Kinder bis zur Grundschule, ein gerechtes Steuersystem welches die Familien entlastet, eine Familienarbeitszeit, die sich der Elternzeit anschließt, sind einige Forderungen die wir im Kontext bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Chancengleichheit aller Kinder verfolgen“, so die Bundestagsabgeordnete. Anschließend wurde heiß diskutiert zwischen den Frauen, sodass die AsF Nürnberg sich die zum Anlass nimmt, weitere frauen- und familienpolitische Frühschoppen auch in Zukunft anzubieten. Die Termine werden auf den Seiten der SPD Nürnberg sowie auf den Seiten der AsF Nürnberg einzusehen sein.

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